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Was bei Cisco “klein” bedeutet

Guido Sommer, Cisco 2009 wurde Cisco 25 Jahre alt. Und es war eine Riesenleistung, in dieser relativ kurzen Zeit die Ära der IP-basierten Kommunikation von Anfang an mitzuprägen.

Die typischen Abnehmer des Unternehmens sind Netzbetreiber, Rechenzentren und Großunternehmen, die mit einem Auftrag oft Anlagen im Wert von mehreren Millionen ordern.

Um weiter zu wachsen, muss Cisco aber auch andere Zielgruppen erschließen. Vor diesem Hintergrund wurde 2003 Linksys übernommen, ein Hersteller von Hardware für Heim-Netzwerke, und ein KMU-Bereich für “Kleine und mittlere Unternehmen” gegründet, worunter Cisco Betriebe bis 150 Mitarbeiter versteht.

Insgesamt, so Vertriebs-Direktor Guido Sommer (Foto), führte “KMU” Ende 2009 über 130 Produkte in über 600 Varianten, davon 50 unter 100 Euro wie die günstigsten Switches für 30 Euro.

Wie die Enterprise-Lösungen von Cisco ermöglichen diese Geräte ein durchgängiges Netzwerk für Daten, Sprache und Video, bei Bedarf auch mit einem Übergang zur Haustechnik mit Türöffnern oder einem Überwachungs-System.

Dass solche Lösungen nicht im Supermarkt erhältlich sind, gehört zur grundsätzlichen Linie bei Cisco. Der Chef eines wirklich kleinen Betriebes, der seine IT-Geräte selbst kauft und einbaut, gehört ausdrücklich nicht zur angestrebten Zielgruppe. Der Weltmarktführer hat da höhere Anforderungen.

Vielmehr setzt das Unternehmen auf ein Netzwerk aus qualifizierten Partnern, die mit Consulting und Konfiguration ein Projekt langfristig betreuen. Damit der Anwender auch in schwierigen Zeiten kauft, ermuntert ihn Cisco mit einem eigenen Finanzierungs- und Leasing-Programm zur Investition.

Wer Cisco will, muss es also schon ernst meinen und professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen, statt seine IT selbst zu basteln. Für viele kleine Unternehmen sind die Produkte von Cisco daher auch weiterhin nicht erhältlich.

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