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Trend 2010: Mobilität

Mit Mobile Computing entsteht ein ganz neues Marktsegment mit zahlreichen Möglichkeiten für die Mobilfunk-Industrie. Dazu zählen etwa die so genannten Mobile Internet Devices, neue mobile Internetgeräte, die die Vorteile von Smartphones und Netbooks in sich vereinen.

Der Trend geht zu schlanken Betriebssystemne. Dabei wird Open Source für die Mobilfunkbranche immer bedeutender; deutlich wird dies insbesondere bei der Betrachtung von Android, dem Betriebssystem von Google und 33 weitere Mitglieder der Open Handset Alliance.

Doch belasten die Multimedia-Funktionen den Akku und verkürzen dadurch die Betriebszeiten der Geräte. Größere Energiespeicher alleine reichen nicht aus, um die Versorgungslücke zu schließen: Weniger Energieverbrauch heißt die Lösung.

Neue Ansätze konzentrieren sich deshalb darauf, den Verbrauch zu verringern – entweder direkt über den Chip oder durch den größten Stromfresser, das Display.

Das Wachstum an versendeten und empfangenen Datenmengen bedeutet auch, dass die derzeitigen Mobilfunknetze bald an ihre Grenzen stoßen. Deshalb arbeitet die Branche schon mit Hochdruck an der Technologie der nächsten Generation: LTE.

Thomas Nindl von Qualcomm „Der nächste Upgrade-Schritt wird HSPA+ heißen, mit der kommerziellen Einführung von LTE rechnen wir erst ab 2011. Erste mobile Endgeräte werden Anfang 2011 nur für den Datenaustausch zu gebrauchen sein. Der Sprachdienst wird entsprechend noch länger über GSM (2G) und UMTS (3G) abgewickelt“, erklärt Thomas Nindl, Director Business Development bei Qualcomm.

Da die mobile Kommunikation und das Internet werden sich auch im Gesundheitswesen weiter etablieren. Web-basierte Sprechstunden, E-Learning oder verbesserte Diagnosemöglichkeiten können die flächendeckende ärztliche Versorgung stark verbessern.

Die digitale Dividende hat in Deutschland schon vor Jahren zur Bereitstellung von Frequenzen für mobiles Fernsehen geführt – bis heute sind diese allerdings nicht genutzt worden. Nun sollten sie idealerweise technologieneutral und für neue Geschäftsmodelle zur Verfügung gestellt werden, um diesem Thema neue Perspektiven zu eröffnen.

Bernhard von Canstein von Qualcomm „Die Verfügbarkeit von Frequenzen und die kommerzielle Flexibilität sind die Voraussetzungen für die Entwicklung eines erfolgversprechenden Geschäftsmodells zur Einführung von mobilem TV“, so Bernhard von Canstein, Director Regional Business Development bei Qualcomm.

Ob TV, Musik oder zukünftig e-Paper - die Konsumenten rufen großenteils identische Inhalte ab. Durch die rasante Steigerung der Nutzungszahlen bei den mobilen Datendiensten wird die Notwendigkeit eines Broadcast-Komponente zunehmend erkannt.

Hier ist eine Punkt-zu-Multipunkt, also Rundfunkübertragung schlicht Notwendigkeit, um eine Überlastung der Mobilfunknetze langfristig zu verhindern.

Ein abschließender Blick in die Entwicklungs-Abteilungen zeigt: Der digitale sechste Sinn ist nicht mehr nur reine Phantasie. Ingenieure weltweit arbeiten bereits an einer computergestützten Erweiterung der Realitätswahrnehmung - Augmented Reality.

Integriert man die Technologie etwa in Smartphones, ergeben sich faszinierende Anwendungsmöglichkeiten, wie etwa der Reiseführer Wikitude: Hält man die Kamera auf eine Sehenswürdigkeit, werden alle wichtigen Infos dazu automatisch eingeblendet.

Die Zukunft wird auch elektronische Geräte bringen, die nur virtuell existieren, aber auf echte Berührungen reagieren. Bis es allerdings so weit ist, kann es noch eine Weile dauern, denn für die futuristischen Anwendungen ist eine enorme Rechenleistung notwendig, um dem Anspruch nach Genauigkeit gerecht zu werden.

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