Ist Apple bereit für 4G?
In der Macintosh-Szene kann man es wieder nicht abwarten: Fast alle Medien bemühen sich um Spekulationen zum nächsten großen Wurf von Apple.
Wir möchten uns an dem Ratespiel nicht beteiligen, sondern analysieren, was zum Erfolg der bestehenden Produktreihen beiträgt.
Der Apple Macintosh verkauft sich in steigenden Stückzahlen. “Zu teuer” und “zu nichts kompatibel” sind Vorurteile von gestern, denn es spricht sich herum, dass ein Mac mehr “Value-for-Money” bietet als ein PC.
Der iPod steht für gigantische Stückzahlen, auch wenn ihm heute kein besonderer Coolness-Faktor mehr anhaftet. Was den Player aber am Leben hält, sind “iTunes” und der “iTunes Store”.
Auf vielen Windows-Maschinen ist das kostenlose “iTunes” von Apple die am einfachsten funktionierende Software - und damit der Türöffner zum Shop, an dem Apple kräftig verdient.
Einzigartig auch der Erfolg des iPhone. Wer das Handy jemals in der Hand hielt, versteht den Vorsprung vor Nokia, RIM mit dem Blackberry oder der taiwanesischen HTC.
Auch das iPhone lebt von einer Download-Plattform im Web, dem “AppStore”. Hier lädt man sich auf einfachste Art Spiele, eBooks, Videos oder ernste Anwendungen aufs Handy oder den iPod touch, vieles davon gratis.
Was ist dem Erfolg des iPod und iPhone also gemeinsam? Eine Plattform im Web, welche die Geräte mit fast endlosem Content versorgt.
Das “Next-Big-Thing” von Apple müsste demnach ebenfalls von einem Shop ständig mit Nachschub versorgt werden. Mit Videos oder Spielen? Mit eBooks, Musik oder seriösen News? Die Zeitung von morgen etwa, auf welche die Verlagswelt so lange schon wartet? Oder alles zusammen?
Die Netzbetreiber verfügen bereits über die Infrastruktur für dieses neue Medium, ob mit 3G auf Basis von UMTS oder bald auch 4G mit WiMax oder LTE. Ihnen kann Apple als Content-Lieferant nur herzlich willkommen sein.