Sicheres Online-Backup
Sicheres Online-Backup
Auch wenn die Online-Datensicherung sich noch nicht durchgesetzt hat, gibt es bereits ein nahezu unübersichtliches Anbieterfeld. Der Web-Hoster VERIO hat deshalb zehn Kriterien zusammengestellt, die zu beachten sind.
1. Provider
Die erste Frage: Welche Erfahrungen hat ein Provider im Bereich Online-Backup vorzuweisen? Nur bei der Wahl eines Partners mit langjähriger Expertise kann der Anwender sicher sein, dass seine Daten umfassend geschützt sind. Eine Rolle spielt auch die Größe und finanzielle Stabilität des Anbieters.
2. Datenschutz
Der Backup-Dienstleister sollte die Daten in einem Rechenzentrum in Deutschland speichern. Nur so ist der Datenschutz nach deutschem Recht gewährleistet, denn in den USA oder Großbritannien ist der Zugriff von staatlichen Stellen auf private Daten nicht so strikt geregelt wie in Deutschland.
3. Funktionalität
Bei der Backup-Lösung sollte es sich um einen vollautomatischen Service handeln. Er muss über frei wählbare Backup-Zeitpläne die Datensicherung und -übertragung an das Rechenzentrum des Providers zu jeder beliebigen Zeit automatisch starten können. Genauso wichtig ist die einfache und schnelle Wiederherstellung innerhalb von Minuten und ohne Zusatzkosten.
4. Bedienung
Die Lösung muss für den Anwender einfach einzurichten und zu administrieren sein. Auch Freiberufler oder kleine Firmen ohne großes IT-Know-how müssen in der Lage sein, ohne externen Support die Backup-Lösung zu nutzen.
5. Features
Zu den wichtigen Features, welche ein Online-Backup unterstützen sollte, zählen ein inkrementelles Backup, bei dem nur geänderte Teile einer Datei neu gesichert werden, und die Sicherung von geöffneten Dateien, z.B. von Mail-Programmen.
6. Rechenzentrum
Eine State-of-the-Art-Ausstattung des Rechenzentrums ist unverzichtbar. Die Daten müssen in einem Hochsicherheits-Rechenzentrum zuverlässig gegen Datenverlust, Diebstahl, Feuer oder Wasserschäden abgeschirmt werden. Dazu müssen eine redundante, unterbrechungsfreie Stromversorgung, Brandschutztüren, Luftfeuchtigkeitskontrollen und mehrere Sicherheitsstufen bei der Zugangskontrolle vorhanden sein. Neben der zusätzlichen Sicherung aller Daten durch ein internes Backup-System ist auch ein 24×7-Network-Monitoring im Rechenzentrum unerlässlich. Alle Datenbestände sollten täglich automatisch auf Integrität überprüft werden.
7. Sicherheit
Die Datenübertragung muss auf jeden Fall verschlüsselt erfolgen. Konkret heißt dies, dass die Daten schon vor der Übermittlung verschlüsselt und anschließend über eine Point-to-Point-SSL-Verbindung an das Rechenzentrum des Providers übermittelt werden. Aus Sicherheitsgründen ist hier eine Speicherung mit einer Multi-Level-Verschlüsselung von Vorteil - mit Verschlüsselungsmethoden wie Triple DES und Advanced Encryption Standard (AES).
8. Transparenz
Idealerweise erhält der Anwender unmittelbar nach jedem Backup einen entsprechenden Report per E-Mail vom Dienstleister. Wenn ein Backup nicht erfolgreich war, kann er dann die Speicherung sofort erneut durchführen.
9. Service und Support
Beim Service und Support, die Schwachstelle vieler kostengünstiger Angebote, muss der Anwender darauf achten, dass Anfragen zumindest innerhalb eines Werktages beantwortet werden, nach Möglichkeit sogar innerhalb weniger Stunden. Zudem sollte gewährleistet sein, dass die Techniker des Anbieters über unterschiedliche Kanäle erreichbar sind - über Telefon, Fax und E-Mail.
10. Preis
Nicht zuletzt ist natürlich auch der Preis entscheidend, wobei allerdings das Leistungsspektrum des Angebotes genau analysiert werden muss - zum Beispiel auch im Hinblick auf die enthaltenen Service- und Support-Leistungen.