Regeln für die private Kommunikation
Von Wolfram Funk, Senior Director der Experton Group aus Ismaning
Wir leben in einer komplexen Welt, in der die jungen Mitarbeiter, angeregt durch das große Angebot im privaten Umfeld, einen großen Appetit auf Technologien wie SMS, Instant Messaging, GoogleMail, Skype, Facebook und Twitter entwickeln.
Deshalb gilt es nun, die unternehmensweiten Vorgaben, was verboten und was in Zukunft erlaubt ist, zu überarbeiten. Die Experton Group empfiehlt allen Unternehmen, ihre unternehmensweiten Vorgaben so anzupassen, dass sie alle Arten der elektronischen Kommunikation abdecken und nicht nur auf E-Mail begrenzt sind.
Dies wird im Zuge der explosionsartigen Zunahme des “Social Networking“ immer schwieriger, denn es sind immer mehr potenzielle „Löcher“ zu überprüfen. Auch die hoch entwickelten mobilen Geräte machen eine Überwachung und Durchsetzung von Vorgaben fast unmöglich.
Sobald die Durchsetzung der Regeln entscheidend ist, müssen diese auch akzeptabel sein und eine Struktur für das Geschäftsverhalten bilden, so dass jeder Mitarbeiter weiß, was und wo er was mitteilen kann. Und wie immer gilt auch für diese Policys die einfache Aussage:
“Es muss klar sein, dass alles, was elektronisch kommuniziert wird, eventuell auf der Titelseite einer Zeitung landet.”
Das Fazit: Kommunikation, die über die Ressourcen und Infrastruktur des Unternehmens läuft, kann mit Software-Applikationen überwacht werden, die nicht erlaubte Kommunikation lässt sich kennzeichnen.
Allerdings wäre es naiv anzunehmen, dass die Nutzung privater Endgeräte überwacht und verhindert werden kann.
Deshalb muss es klare Definitionen für das Geschäftsgebaren geben, die den Mitarbeitern entsprechend kommuniziert werden müssen, so dass sie wissen, was erlaubt ist und was nicht - und auch welche Strafen bei einer Nichteinhaltung der Regeln auf sie zukommen.