Ohne ISDN, ohne USV
BT Germany hat ein neues Headquarter in München bezogen. Wir haben uns das interne Sprach/Daten-Netzwerk des Unternehmens einmal näher angesehen.
Seit Juli 09 residiert BT im Altezza-Gebäude im Münchner Westend. In der neuen BT-Zentrale sind 800 Mitarbeiter beschäftigt, allerdings nur in Spitzenzeiten, denn viele arbeiten zeitweise auch unterwegs oder im Home-Office.
Das interne Datennetz gliedert sich in ein “Green LAN” zur internen Kommunikation sowie ein “Red LAN” im Übergabebereich zum öffentlichen Netz, über das man mit den weltweiten BT-Standorten und den Rechenzentren in München und Frankfurt verbunden ist.
In Zusammenarbeit mit INS, den 2005 von BT übernommenen Integrated Network Services, entstand die passive Verkabelung, darunter auch eine passive Cat-7 LAN-Verkabelung mit Power-over-Ethernet über 5 Etagen. Außerdem wird das Erdgeschoss komplett mit einem WLAN ausgeleuchtet, zu dem auch ein HotSpot im Eingangsbereich gehört.
Redundanz im LAN erhält man durch kreuzverkabelte Cisco-Switches als Etagenverteiler, die “preisgünstig und administrierbar” sind, erklärte uns Christian Dietl von BT Germany.
Auf ein internes USV-System konnte im Headquarter München verzichtet werden, da die Mehrzahl der Mitarbeiter mit Handys und Laptops ausgestattet ist, die unabhängig vom Stromnetz arbeiten und die Anforderungen an die Ausfallsicherheit erfüllen.
Der Umzug ins neue Gebäude ermöglichte auch einen Quantensprung in der Telefonie, denn von ISDN konnte man sich verabschieden und vollständig zu VoIP migrieren. “Bei der Hardware haben wir eine Single-Provider Strategie vermieden”, erläutert Christian Dietl.
So installierte man im “Showcase-Bereich” im Erdgeschoss eine VoIP-Anlage von Cisco, die Siemens HiPath 8000 für die Mehrzahl der Mitarbeiter sowie Anlagen von Avaya für ausgewählte Mitarbeiter im Call Center und Management. Einen Übergang zur klassischen Telefonie findet man nur noch in den Kopierstationen auf jeder Etage mit Multifunktionsgeräten zum Faxen, Drucken und Scannen.