Mai 2012
M D M D F S S
« Aug    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Offene Netze?

Im Mai dieses Jahres ging es oft um die Frage, ob Apple auch ein Netbook herausbringen will oder nicht. Laut Apple-Chef Steve Jobs kann das iPhone sowie alles, was ein Netbook können soll. Angeblich soll er gesagt haben: „Wir können keinen Computer unter 500 Dollar bauen, der nicht einfach nur Schrott ist.“

Ein Netbook sollte billiger als ein kleines Notebook sein, hat wahrscheinlich keine optische Platte, soll mit einem weniger leistungsfähigen Prozessor viel weniger Strom verbrauchen, wird höchstwahrscheinlich auf zellulären ARM-Cores basieren und über Funkbreitband ständig ans Internet angeschlossen sein.

Vielleicht werden die Gerätehersteller nicht mehr mit Carrier-Partnern zusammenarbeiten, sondern als virtuelle Mobilfunknetzbetreiber ihre Notebooks mit einem Bündel aus HSPA-Zugang und Tarifangeboten anbieten. Das erste Angebot soll in Japan auf den Markt kommen, wo Nokia auch als MVNO (virtueller Mobilnetzbetreiber), also Wiederverkäufer von Mobilfunkdiensten für seine Luxusmarke Vertu, auftritt.

Wer allerdings langfristige Verträge mit einem Netzbetreiber abgeschlossen hat und der Betreiber im Falle einer Rezession keine Investitionen in sein Funknetz mehr tätigt, kann man nicht einfach aussteigen.

Hat man nun einen Vertrag mit Nokia oder Apple für ein Telefon und die Netzwerknutzung, ist man in einer ähnlichen Situation: Man kann weder das eine noch das andere kündigen, und das wahrscheinlich ein paar Jahre lang.

Aus diesem Grund ist die Experton Group der Meinung, dass der Gesetzgeber alles in seiner Macht Stehende unternehmen sollte, um offene Netze zu fördern. Damit kann der Endkunde selbst entscheiden, wie er das Gerät finanziert: Er kann es über den Netzbetreiber subventionieren lassen oder direkt kaufen, leasen oder mieten.

16.6.09, Quelle: newsletter@experton-group.com

Zur Startseite