Leitsätze für Managed Private Server
Von Holger Gerlach, SME Director Sales and Marketing bei Verio
Worauf ein Anwender achten sollte, der sich für einen Managed Private Server entscheidet:
1. Schnelle Implementierung und regelmäßige Updates/Patches
Der Provider muss die Konfiguration der Hardware und Installation der erforderlichen Software für die Dienste auf dem VPS übernehmen, darunter das Betriebs- und Dateisystem und Services und Protokolle wie POP, IMAP, SMTP, SSH oder FTP.
2. Sicherheit
Der Web-Hoster muss über ein sicheres Rechenzentrum mit redundanter USV, Brandschutztüren sowie mehreren Stufen der Zugangskontrolle verfügen.
3. Applikations-Bibliothek
Der Webhoster sollte seinen Kunden vorkonfigurierte Software-Pakete anbieten, die mit wenigen Konfigurations-Optionen zu installieren sind, darunter MySQL, PHP, Java oder WordPress.
4. Permanente Server-Überwachung
Beim Provider muss eine Server-Überwachung rund um die Uhr stattfinden. So sollten der verwendete Speicherplatz, CPU, Swap, Disk I/O, Bandbreite und Netzwerk-Traffic überwacht werden.
5. Mehrfach redundantes Daten-Backup
Der Provider muss ein mehrstufiges Daten-Backup durchführen und die Hauptfestplatte des Managed VPS permanent auf eine zweite Platte spiegeln (RAID). Zusätzlichen Schutz bieten die kontinuierliche Sicherung auf ein drittes Laufwerk im gleichen Server sowie in regelmäßigen Abständen auch auf Tape.
6. Nameserver-Verwaltung
Der Hosting-Anbieter sollte für jeden Managed VPS einen lokalen Caching-Nameserver verwalten.
7. Virtueller Remote Reboot für Managed Server
Ein virtueller Remote Reboot kann den Neustart des Servers simulieren. Der Vorgang beendet alle Prozesse und startet dann die Services und Prozesse in der gleichen Form, wie dies auf einem physikalischen Server nach einem Reboot erfolgen würde.
8. Administrative Tools
Tools für die wichtigsten Aufgaben der System-Administratoren wie die Konfiguration von E-Mail- und User-Accounts, die Erstellung von Subhosts oder die Überwachung der Speicherplatz-Nutzung.