Umfassende Social-Media-Strategie
Von Dr. Stephan Schusser, Managing Partner der Keylens AG in Düsseldorf
Die meisten Industrieunternehmen sind noch nicht für das Zeitalter der „Digital Natives“ gerüstet, so eine aktuelle Benchmarking-Analyse von Keylens. In einigen B2B-Branchen verfolgen nicht einmal 10 % der Unternehmen eine ganzheitliche Online-Marketingstrategie, die das Potenzial der Social Media nutzt.
Die Unternehmen betrachten das Web immer noch als „digitales Schaufenster“ und zur Einweg-Kommunikation. Strukturen und Ansätze für einen digitalen Dialog mit Kunden und anderen Zielgruppen sind nur selten vorhanden.
Zurzeit nutzen weniger als 3 % der Unternehmen aus den Bereichen Bau und Architektur Blogs. Nicht einmal jedes fünfte Unternehmen setzt Podcasts oder Videostreams in der Kundenkommunikation ein. Häufig prägt noch der Außendienstler im Autobahnstau das Bild.
Top-Performance im Web 2.0
1. Analyse der Kundenbedürfnisse
Wie sehen die Arbeitsabläufe und Anforderungen der Kunden, etwa im Hinblick auf Support-Bedarf oder Schulungen, aus?
2. Benchmark der Wirkungs- und Funktionsweisen von Social Media
Mit welchen Web 2.0 Tools, etwa Experten-Foren oder Live-Webinare, lassen sich Kundenbedürfnisse am effektivsten befriedigen?
3. Akzeptanz einer offenen Response
In welchem Umfang ist man bereit, eine offene Mehrweg-Kommunikation und vielleicht auch offene Kritik zuzulassen?
4. Berücksichtigung des Zeitfaktors
Ist man bereit, dem Projekt Zeit zu geben? Die effiziente Nutzung von Social-Media-Kanälen setzt eine „kritische Masse“ und damit einen mittelfristigen Zeithorizont voraus.
5. Integriertes Multi-Channeling
Der Einsatz von Social Media impliziert keinen Ausschluss der klassischen Kommunikations-Kanäle, sondern einen zielgruppenoptimierten und ausgewogenen Mix aus unterschiedlichen Kanälen. Die angepasste Website ist lediglich das letzte Glied in diesem Prozess.