Archiv der Kategorie Infrastruktur

Pläne aus Brüssel

Mit der Strategie “EU 2020″ soll die Hälfte der Haushalte in Europa bis 2020 mit 100 Mbit/s auf das Internet zugreifen können.

Das Projekt könnte 660 Mrd. Euro kosten, davon benötigt Deutschland zwischen 30 und 50 Mrd. Euro für eine flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur.

Wenn der Bagger kommt

Zur schnellen Reaktion auf Fremdeinwirkungen überwacht die Total Optical Security Suite von WDM- und DWDM-Hersteller TeraMile kritische LWL-Verbindungen.

Gemessen und überwacht werden die Dämpfung und Änderungen an der physikalischen Struktur der Glasfaser, alle Wellenlängen einer DWDM-Verbindung und die Kontinuität der Übertragung. Auch eine Verschlüsselung bei der Spiegelung von Rechenzentren ist möglich.

Backhaul für LTE

Volker Bendzuweit von RAD Data Communications Fristete das Thema Backhaul über viele Jahre eher ein Schattendasein, ist es heute die wichtigste Herausforderung der Mobilfunk-Branche.

Rekord bei GSM/EDGE

Huawei hat einen DLDL-Test (Downlink Dual Carrier) mit EDGE bis zu 564 Kb/s abgeschlossen. Dies ermöglicht 3G-Dienste wie Video-on-Demand über GSM-Netzwerke.

GSM-Betreiber können ihre EDGE-Netzwerke durch ein Software-Upgrade auf EDGE+ migrieren und die Lücke zwischen GSM-Datendiensten zu den mobilen Breitbanddiensten mit HSPA+/LTE schließen.

Upgrade am Endpunkt

Statt neue Kabel zu verlegen, hat Global Crossing sein panamerikanisches Untersee-Verbindungsnetz von mehr als 26.000 km mit Endpunkt-Komponenten von Infinera aufgerüstet.

Das Infinera Submarine-Line-Modul (SLM) ermöglicht eine Bandbreite von 100 Gbit/s auf jeder Line-Card. Mit 16-SLM-Modulen stehen auf einer Glasfaser bis zu 160 Wellenlängen bereit.

PON, nächste Generation

ZTE beim Broadband Forum in Paris Während des “Broadband World Forum” in Paris zeigt ZTE seine neue Access-Plattform für GPON, EPON und 10G EPON, deren Prototyp bereits im Juni aufgetaucht war. Laut Hersteller eignet sie sich vor allem für zukunftssichere FTTx-Netze.

Der Hintergrund: Netzbetreiber können mit FTTH nur einen 30 % höheren Umsatz pro Breitband-Teilnehmer erwarten. Wird der Breitband-Zugang jedoch zusammen mit LTE über die gleiche Infrastruktur übertragen, lassen sich die Kapitalkosten der Betreiber senken.

Interaktiv im Kabelnetz

Kabelnetzbetreiber TeleColumbus (2,5 Mio Teilnehmer) holt die Inhalte von Fernsehsendern, Markenkanälen und Produktionsfirmen in sein Kabelnetz. Zur Einspeisung wird die DMS-I Plattform von Alcatel-Lucent eingesetzt.

Per Tastendruck auf der Fernbedienung lassen sich Zusatzinformationen zu einzelnen Sendungen abrufen, Votings bei Casting-Shows oder Bestellungen aufgeben. Im vierten Quartal 2009 soll’s losgehen.

WLAN im Forschungszentrum

Forschungszentrum Jülich Mit rund 400 Access-Points für rund 4.400 Mitarbeiter hat das Forschungszentrum Jülich ein durchgängiges, zentral administriertes WLAN von Trapeze Networks eingerichtet.

Um den 2,2 qkm großen Campus zu vernetzen, wurde die Planungs-Software RingMaster von Trapeze eingesetzt, mit der sich auch CAD-Pläne integrieren lassen. Die Mobility Exchange Controller des Herstellers übernehmen die Datenverschlüsselung und RF-Sicherheit beim Wireless-Roaming.

Hybride Basisstationen

Grameenphone, ein Tochterunternehmen von Telenor mit 21 Mio Kunden in Bangladesh, hat die ersten solarbetriebenen GSM-Mobilfunkanlagen des Landes installiert.

Die Basisstationen von Huawei arbeiten mit einer Kombination aus Wind- und Solarenergie sowie einem Dieselgenerator in Reserve. Die Betreiber rechnen mit einem ROI in zwei bis drei Jahren

 

Optisches WAN

Die gemeinnützige Betreiberorganisation Merit hat ihren Glasfaserring, der sich über 1.240 km von Detroit bis Chicago erstreckt, mit der FSP 3000 von ADVA aufgerüstet. Mehrere WAN-Strecken mit je 10 Gbit/s-WAN nutzen eine separate Wellenlänge, die über die gleiche Faser laufen.
 
Das Glasfaser-WAN von Merit wird auch für Arbeiten am ATLAS-Experiment genutzt, das auch Versuche am größten Teilchenbeschleuniger der Welt bei Genf einschließt, sowie bei der Auswertung von astronomischer Teleskop-Daten über Schwarze Löcher und andere Phänomene des Alls.
 

Ohne Strategie

NetIQ, ein Geschäftsbereich von Attachmate, präsentiert eine Studie zum Thema UC (Unified Communications). Von mehr als 400 Unternehmen weltweit gaben 63 % an, dass es schwierig sei, die Mitarbeiter an die Nutzung der UC heranzuführen.

19 Prozent verfolgen keine Strategie, um die Akzeptanz von UC beim der Anwender zu forcieren. Zudem haben  43 % noch nicht ermittelt, ob ihr Netzwerk schon UC-tauglich ist, z.B. für VoIP oder mobile Services.

Managed IP Services

Cable&Wireless Worldwide erweitert seine Multi-Service Platform (MSP) um 21 neue Standorte auf dem europäischen Festland sowie in Irland. Die Einführung soll bis Ende September abgeschlossen sein.
 
Das neue Netz ermöglicht IP Virtual Private Networks mit integrierter Quality of Service (IP VPN QoS) und Carrier MPLS sowie High-Definition Video Conferencing. Die MSP ist bereits in Großbritannien, Indien und dem Mittleren Osten im Einsatz.

 

VDSL mit Remote Power

Für ausgelagerte IP-Kameras oder Wireless Access Points bringt Black Box ein VDSL Quadband Extenderset mit einem 802.3af-Port (Power-over-Ethernet). Mit 2 Leitungen für Daten und Strom wird ein Datendurchsatz bis 25 Mbit/s erreicht.

Statt ein ganzes Gelände mit Glasfasern zu erschließen, setzt VDSL lediglich einfache oder bereits vorhandene Kupferkabel voraus.

COLT baut aus

COLT Telecom hat sein Langstrecken-Netzwerk in Europa überarbeitet. Das Netz übermittelt jetzt Sprach- und Datendienste zwischen 34 europäischen Metropolen.

Das aufgerüstete Netz ist bereits in acht Ländern in Betrieb, darunter auch in Deutschland. Der komplette Ausbau wird im dritten Quartal abgeschlossen sein. Mit Komponenten von Infinera, die auf photonischen integrierten Schaltungen basieren, sind Verbindungen bis 1,6 Terabit pro Sekunde möglich.

WiMAX in der Fläche

Alvarion hat einen Auftrag über 100 Millionen US-Dollar zum Ausbau eines WiMAX-Netzes in 17 US-Bundesstaaten erhalten.

Der Netzbetreiber ist Open Range Communications, der damit 546 Gemeinden mit 6 Millionen Einwohnern in ländlichen Regionen anbinden möchte. Ab dem 4. Quartal liefert Alvarion seine WiMAX-Vermittlungstechnik und die Teilnehmer-Anlagen (CPE) aus.

Ericsson beliefert O2

Telefónica O2 Germany bezieht von Ericsson ein IMS-System für den Kernnetzbereich und IMS-basierte VoIP-Applikations-Server.

Auf dem Weg zu einem konvergenten IP-NGN werden Dienste wie IP Centrex, Business Trunking (Vernetzung von Nebenstellen an mehreren Standorten über IP) sowie Präsenzfunktionen für alle Festnetz- und Mobilfunkkunden möglich.

Schneller ins Web

Der Online-Supermarkt Ocado UK hat den Übergang von seiner Hosting-Umgebung ins Internet mit Anlagen von Juniper Networks neu gestaltet.

Zum Einsatz kommen die EX Ethernet Switches, der Multiservice-Edge-Router der M-Serie und die ISG-Integrated-Security-Gateways. 2002 gegründet, wurde Ocado in den letzten vier Jahren zum “Online Retailer of the Year” gewählt.

Satelliten-Breitband fürs Land

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Zahl der Breitbandanschlüsse pro Kopf im Mittelfeld. Die von der Bundesregierung im Februar verabschiedete Breitbandstrategie soll dafür sorgen, dass auch ländliche Gebiete bis 2010 ans Breitband-Internet angeschlossen werden.

Bei einem Gespräch mit Hughes Network Systems Europe informierte sich nun Bundesjustizministerin Brigitte Zypries über Möglichkeiten, Einsatzgebiete und technische Umsetzung von Satelliten-Breitbandnetzen.

Zur flächendeckenden Breitband-Versorgung stellt die Bundesregierung Gelder aus dem Konjunkturpaket II bereit.

Gemeinsam mit Carrier Ethernet

Juniper und Nokia Siemens Networks planen ein Joint Venture für Carrier Ethernet mit Sitz in den Niederlanden.

Im Mittelpunkt stehen die MX Series Ethernet Services Router von Juniper und die A-Series Carrier Ethernet Switches von Nokia Siemens. Die beiden Hersteller peilen damit eine weltweite Kundenbasis von 200 Service Providern an.

Das neue Carrier Ethernet soll ab dem 4. Quartal marktreif sein und wird von beiden Partnern vermarktet.

Enterasys auf NGN-Tour

Enterasys, die Netzwerk-Sparte der Siemens Enterprise Communications Group, informiert in 7 Städten über aktuelle Entwicklungen beim Ausbau der vorhandenen Infrastruktur zu Next Generation Networks (NGN).

Im Fokus: Die Integration von drahtloser und drahtgebundener Infrastruktur und das einheitliche Management des gesamten Netzwerks. Die Veranstaltungen beginnen am 8. Juni in Frankfurt/M. und endet am 15. Juli in Karlsruhe.